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Was bedeutet Europa für die Jugendlichen von heute? Was bringt den Jugendlichen die EU? Welche Parteien setzen sich in Europa für die Anliegen der Jugendlichen ein? Was würden die Jugendlichen bei der Europawahl wählen?

Im Rahmen eines Projekttages zur Europawahl gingen die Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule aus der Jahrgangsstufe 10 diesen und anderen Fragen nach.

Kompetente Unterstützung aus Brüssel

Für den Auftakt des Projekttages konnte Michael Teutsch, seines Zeichens Mitarbeiter bei der Europäischen Kommission und gleichsam ehemaliger Schüler der MLS, gewonnen werden. Er verdeutlichte in seinem Einstiegsvortrag die komplexe Arbeit der europäischen Institutionen und erläuterte dabei die Chancen und Möglichkeiten, die sich vor allem jungen Menschen durch die europäische Zusammenarbeit bieten.

Anschließend wurden die Zehntklässler selbst aktiv und arbeiteten sich in Gruppenarbeiten in die Wahlprogramme der im Bundestag vertretenen Parteien ein. Hierbei richteten sie ihren Fokus auf ausgewählte Politikfelder, die in einer nachfolgenden Podiumsdiskussion erneut aufgegriffen werden sollten. Aus den in den Gruppen erstellten Schautafeln, auf denen die wesentlichen inhaltlichen Positionen der Parteien festgehalten wurden, entstand eine vielfältige Ausstellung, in der sich alle Schülerinnen und Schüler über die Antworten der Parteien informieren konnten.

Schüler schlüpfen in die Rolle der Parteivertreter

Der Höhepunkt des Projekttages war zweifelsohne die abschließende Podiumsdiskussion, bei der ausgewählte Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Parteivertretern schlüpften und deren Standpunkte zum Klimaschutz, zur Flüchtlingspolitik und zur Zukunft der EU kontrovers diskutierten. Moderiert wurde diese Diskussion von Michael Teutsch, der sich ob der kompetent geführten Diskussionen sehr beeindruckt zeigte.

Der allgemeinen Verdrossenheit, wonach doch alle Parteien mehr oder weniger dieselben Positionen vertreten und es letztlich egal sei, welche Partei man wähle, hielten die Parteivertreter eindeutige Unterschiede, etwa in der Klimapolitik, entgegen. Während der AfD- Vertreter entsprechend dem Programm seiner Partei den Einfluss des Menschen auf den Klimawandel leugnete, waren sich alle anderen Parteien zwar einig, dass man hier politisch reagieren müsse, in der Frage nach dem „Wie“ zeigten sich jedoch deutliche Unterschiede.

Grün triumphiert, AfD und CDU gleichauf

Den Abschluss des Projekttages bildete der Wahlvorgang. Die Martin-Luther-Schule führte diese als eine von 2.760 Schulen in Deutschland im Rahmen der „Juniorwahl“ durch. Hierfür erhielt jeder Schüler und jede Schülerin eine personalisierte Wahlbenachrichtigung, ein Wahlausschuss wurde gebildet und in seine Aufgaben eingewiesen. Zudem wurde ein Wahllokal originalgetreu nachgebildet.

Das Ergebnis der Wahl fiel eindeutig aus. Die GRÜNEN siegten überdeutlich mit 33,9% der Stimmen. Damit stimmten die MLS-Schüler auf das Zehntel so ab, wie die bundesdeutschen Schüler bei der „Juniorwahl“. Die SPD schaffte es mit 13,4% immerhin noch auf Rang zwei, während ansonsten nur noch die FDP mit 11% und die Satirepartei Die Partei mit 10,2% zweistellige Ergebnisse erzielten konnten.

Für viele Beobachter überraschend war das schwache Abschneiden der CDU, die mit 9,5% gleichauf mit der AfD lag. Damit schafften es die Parteien der Großen Koalition in der Gunst der Zehntklässler auf nur knapp 23%. Erfreulich hingegen war die Wahlbeteiligung, die mit 94,8% deutlich über der (gestiegenen) Wahlbeteiligung der Europawahl lag. Auch im Vergleich zur Wahlbeteiligung der „Juniorwahl“ (78,4%) unterstrichen die MLS-Schüler ihr politisches Interesse.

Das Gesamtergebnis der „Juniorwahl“ kann unter https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html nachgelesen werden.

Timo Paul

 

Martin-Luther-Schule
Gymnasium des Kreises Bergstraße
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