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MLS-Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich zwei Tage mit der Europäischen Union.

36 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 9 und 10 der MLS nahmen Ende Januar an dem von der Friedrich-Ebert-Stiftung finanzierten zweitägigen Planspiel zum Thema „Zukunft der EU – EU der Zukunft“ teil. Mit der Durchführung waren zwei Trainer der Berliner Firma „Planpolitik“ beauftragt.

Da für die meisten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein derartiges Planspiel noch absolutes Neuland war, war es kaum verwunderlich, dass die Erwartungen an die zwei arbeitsintensiven Tage sehr unterschiedlich waren. Schließlich ging es darum, nicht nur die Arbeit der europäischen Institutionen zu verstehen, sondern auch um eine eigene Vision für Europa im Jahr 2025.

Bereits zu Beginn hieß es, sich zu kontroversen europäischen Themen zu positionieren. Dabei stellte sich heraus, dass alle Schülerinnen und Schüler trotz sehr unterschiedlicher Positionen zu den Themen Finanzen, Flüchtlingspolitik und Bürokratie ein deutliches Votum für Europa setzten. Fast alle können es sich sogar vorstellen, später einmal in einem anderen Land der EU zu leben und zu arbeiten.

Unter dem Arbeitstitel „Weg mit dem Plastikmüll“ schlüpften die Teilnehmer ein erstes Mal in unterschiedliche Rollen. In verschiedenen Ausschusssitzungen agierten sie als Vertreter aller im europäischen Parlament vertretenen Parteien, um eine Lösung für die durch den Plastikmüll entstehenden Probleme zu erarbeiten. Hierbei zeigte sich schnell, wie schwierig es ist, die unterschiedlichen Interessen und Meinungen zu einem Kompromiss zu vereinen.

„Es war schwierig, eine Position zu vertreten, die ich im wahren Leben niemals einnehmen würde“, beschrieb Teilnehmer Elias Wiemann-Kleefoot (10c) diese Aufgabe. „Es war aber gleichzeitig interessant, die Rolle der Populisten einzunehmen. Man kann einfach dagegen sein, ohne sich über eine Lösung des Problems Gedanken zu machen“, fügte Alexandro Agopyan (10d) an.

Neben den Rollenspielen bestand der zweite Tag in erster Linie aus der Konzeption einer eigenen Kampagne zur eigenen Europa-Vision. Wie die abschließenden Präsentationen zeigten, waren den Ideen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer keine Grenzen gesetzt. Neben den klassischen Präsentationen wurden Talkshows inszeniert und Video gedreht. Die Vorstellungen reichten von einer kostenlosten „Europa-Bahn“, über einen artgerechten Umgang mit Tieren, bis hin zur Plastikalternative „Plantic“, einem Stoff, der im Gegensatz zum Plastik biologisch abbaubar sein soll.

„Das Planspiel hat mich positiv überrascht. Es war sehr interessant, vielseitig und gut organisiert“, fasste Ina Zimmer (10a) die zwei Tage zusammen.  Auch die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer äußerten sich ausnahmslos positiv. „Es war eine sehr gelungene Veranstaltung“, ergänzte Nils Hoppe (9a). „Ich habe dort Dinge gelernt, die ich im Politikunterricht davor noch nicht gelernt habe und konnte mein bereits vorhandenes Wissen erweitern“, so Lena Frank (9c). „Das Planspiel hat mir die Augen geöffnet, was Politik bedeutet“, resümierte Todd Hinz (10e).

Bericht: Timo  Paul

Martin-Luther-Schule
Gymnasium des Kreises Bergstraße
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