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Am Tag des Brexit gab es in der Martin-Luther-Schule in Rimbach den „Hexit“. So zumindest bezeichnete Studiendirektor Heinrich Hölzing selbst seinen letzten Arbeitstag am Rimbacher Gymnasium. Der langjährige Studienleiter wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde ebenso in den Ruhestand verabschiedet wie Oberstudienrätin Dietlind Finn.
Schulleiterin Beate Wilhelm würdigte die Verdienste Hölzings für die MLS, wo er 2002 seinen Dienst antrat. In dieser Zeit habe er viele Spuren hinterlassen und die Schule deutlich vorangebracht. Hölzing erblickte 1956 das Licht der Welt. Der „Fürther Bub“ besuchte zunächst die Schule in seinem Heimatort, wechselte dann in die Oberstufe an die MLS. Der Wunsch, Lehrer zu werden, reifte bei ihm schon zu Schulzeiten. „Ich wollte einiges besser machen als meine Lehrer“, beschrieb Hölzing seine vordergründige Motivation.
Sein Studium der Fächer Mathematik und Sport schloss er 1982 ab, danach begann er mit seinem Referendariat in der Heinrich-Böll-Schule in Fürth und der MLS, das er 1984 erfolgreich abschloss. Allerdings gab es zunächst keine Lehrerstellen, weshalb er bis 1991 in der Computerbranche tätig war und zum IT-Experten wurde. „Auch dies ist uns an der MLS sehr zugutegekommen“, so Wilhelm. Dann trat Hölzing aber doch noch in den Schuldienst ein und wurde Lehrer an der Heimschule Lender in Sasbach im Schwarzwald.
Allerdings zog es ihn wieder in seine Odenwälder Heimat begann 2002 seine Tätigkeit in Rimbach, wo er zunächst im Verwaltungsbereich für die Vertretungsplanung zuständig war. 2011 trat er schließlich die Stelle des Studienleiters an. Für seine fachkundigen Informationen für die Abiturienten, Laufbahn- und Kurswahlberatungen war Hölzing ebenso geschätzt wie für seine Fähigkeit, Trost zu spenden und Perspektiven aufzuzeigen, wenn es etwa mit dem Abi nicht geklappt hatte. Auch im Kollegium war der begeisterte Mathematiker, den es in seiner Freizeit häufig zum Wandern in die Alpen zieht, sehr geschätzt, weshalb er von den Kollegen auch zum Abwesenheitsvertreter der Schulleitung gewählt wurde.
Bis zum letzten Tag habe Hölzing alle Arbeiten so weit vorbereitet, dass ein Weiterarbeiten problemlos möglich ist. „Das zeugt von einem großen Pflichtbewusstsein und einer großen Verbundenheit“, zeigte sich die Schulleiterin erfreut. Hölzing, der in seiner Zeit als Studienleiter 1393 Schüler zum Abitur führte, unterstrich, dass ihm seine Tätigkeit immer sehr viel Freude gemacht habe, hielt aber auch mit Kritik am Bildungssystem nicht hinterm Berg: „Wenn ich etwa die Schulinspektion betrachte, dann sehe ich ein Instrument, das lediglich viel Aufwand, viel Verwaltung und viel Mehrarbeit, aber sehr wenig Ertrag bedeutet, uns aber sehr viel Zeit für das genommen hat, was eigentlich im Vordergrund stehen sollte.“
Dietlind Finn wurde 1955 in Windhoek/Namibia geboren, kam in jungen Jahren aber nach Deutschland und absolvierte 1974 in Marburg ihr Abitur. Ein Studium der Fächer Mathematik und Sport in Marburg und Göttingen schloss sie 1980 erfolgreich ab. 1983 beendete sie erfolgreich ihr Referendariat am Studienseminar Bensheim. 1992 legte sie in Darmstadt noch eine Erweiterungsprüfung für das Fach Biologie ab.
Allerdings dauerte es auch bei ihr nach dem zweiten Staatsexamen einige Jahre, ehe sie als Lehrerin arbeiten konnte. Die fünffache Mutter war deshalb bis 1995 in verschiedenen anderen Bereichen tätig, ehe sie 1995 eine Stelle als Lehrerin in Frankfurt antrat. 1998 wurde sie an die MLS und somit in die Nähe ihres Wohnortes versetzt. 2000 trat sie ihre Tätigkeit als Sicherheitsbeauftragte der MLS an. Neben der Organisation der Feueralarmproben engagierte sie sich im Aufbau eines sehr gut funktionierenden Schulsanitätsdienstes und im Bereich der Verkehrserziehung, etwa mit dem Fahrradprojekt in den 6. Klassen und dem Projekt „Schleuderdrama“ für die Oberstufe. Außerdem wirkte die Oberstudienrätin am Schulamt als Fachberaterin für Verkehrserziehung.
Ebenfalls lag ihr stets das Thema „gesunde Schule“ am Herzen, das sie sehr vorantrieb. Als Klassenlehrerin und Tutorin führte sie viele Schüler in Richtung ihres Zieles. „Frau Finn war immer sehr engagiert und war als Klassenlehrerin immer ansprechbar“, würdigte die MLS-Chefin das Wirken der Neu-Pensionärin. (GIE)

Martin-Luther-Schule
Gymnasium des Kreises Bergstraße
Staatsstraße 6
64668 Rimbach

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Schulschließung

Liebe Schulgemeinde der Martin-Luther-Schule !

Der reguläre Unterricht an der MLS ist – wie an allen anderen hessischen Schulen ab Montag, dem 16.3.2020 bis zu den Osterferien ausgesetzt.

Das Hessische Kultusministerium hat dazu auf seiner Homepage folgende Mitteilung veröffentlicht:

In Hessen wird ab Montag, 16. März, an allen Schulen kein regulärer Unterricht mehr stattfinden. Am Montag haben Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte noch einmal Gelegenheit, in den Schulen zusammenzutreffen, um Verabredungen für die unterrichtsfreie Zeit bis zu den Osterferien zu treffen, persönliche Lehr- und Lernmaterialien aus den Schulen zu holen und Hinweise zu geben, wie Unterrichtsstoff ggf. vor- und nachbereitet werden kann. Schulleitungen sind an den Unterrichtstagen zu den üblichen Unterrichtszeiten zur Anwesenheit verpflichtet, um die Erreichbarkeit für die Schulaufsicht sicherzustellen und gegebenenfalls weitere Schutzmaßnahmen vor Ort umgehend umsetzen zu können. Für Schülerinnen und Schüler der Schuljahrgänge 1 bis 6 ist eine Notbetreuung in kleinen Gruppen zu gewährleisten. Die Notbetreuung dient dazu, Kinder aufzunehmen, deren Eltern in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind.

Landesabitur soll durchgeführt werden

Trotz der vorübergehenden Schulschließungen soll das Landesabitur wie geplant stattfinden. Die Abiturienten waren bereits gestern vom Unterricht befreit worden. Mit dieser Maßnahme sollen vor allem mögliche Ansteckungssituationen vermieden werden. Landesregierung und Schulverwaltung wollen aber all jenen, die mit den bevorstehenden Prüfungen ihre Hochschulreife erlangen möchten, diese Möglichkeit auch weiterhin offenhalten. Das Landesabitur soll demnach – Stand heute – am Donnerstag, 19. März, beginnen und die schriftlichen Prüfungen bis zum vorgesehenen Ende am 2. April durchgeführt werden. Alle Exkursionen, Studien- und Klassenfahrten, die bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, sind abzusagen. Dies umfasst alle Schulfahrten im In- und Ausland, unabhängig davon, ob der Zielort vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen ist.
Die Umsetzung dieser Maßnahmen an der Martin- Luther-Schule geschieht folgendermaßen:

  1. Schülerinnen und Schüler erhalten am Montag, den 16.3.2020 in der Zeit von 8.00-10.00 Uhr die Möglichkeit, persönliche Gegenstände aus der Schule zu holen und ihren Lehrern Nachrichten zu hinterlassen. Sie melden sich dazu bitte im Sekretariat.
  2. Schülerinnen und Schüler brauchen am Montag nicht zu kommen, um Verabredungen mit ihren Lehrern zu treffen. Sie erhalten alle wichtigen Informationen und Arbeitsaufträge von den Lehrern über E-Mail oder andere Kanäle zugeleitet.
  3. Eltern von Kindern der Jahrgänge 5 und 6, die in sogenannten kritischen Infrastrukturen tätig sind, melden ihre Kinder bis spätestens Dienstag 17.03.2020 zu einer Notbetreuung an. Diese Anmeldung erfolgt telefonisch unter Angabe von Beruf und Betreuungszeiten über das Sekretariat der MLS (Tel.: 06253-99070). Es steht während dieser Betreuungszeit keine Verpflegung aus der Cafeteria od. der Mensa zur Verfügung. Denken Sie also bitte daran, Ihren Kindern Proviant mitzugeben. Die Notbetreuung beginnt am Montag um 7.25 Uhr. Die Kinder melden sich bitte im Sekretariat.
  4. Alle für dieses Schuljahr geplanten Klassenfahrten, Praktika, Girls´ and Boys´ Day, Ausflüge und Exkursionen sind abgesagt.
  5. Für alle Lehrkräfte der MLS besteht Dienstpflicht. Am Montag, den 16.3.2020 findet um 10.00 Uhr eine Dienstversammlung in B007 statt. Eine gesonderte Einladung folgt.