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Die für hiesige Schulen ungewöhnliche Idee eines Austausch mit einer ungarischen Schule war entstanden über einen privaten Kontakt der damaligen Schulelternbeiratsvorsitzenden Frau Sührmann. Auf großes Interesse stieß sie damit bei den Verantwortlichen der MLS, die damals auf der Suche nach einer Möglichkeit waren, damit auch die Lateinschüler der Klasse 8 genauso wie die Französischklassen an einem Austausch teilnehmen können. Über die Sprache selbst ergibt sich keine Kontaktmöglichkeit, Latein spricht schließlich niemand.

So erwuchs die Idee des Austauschs mit einer Schule im Ausland, die Deutsch als Fremdsprache anbietet. Die Kontaktmöglichkeit mit der Budapester Europaschule kam dabei gerade zur rechten Zeit. Die österreichisch-ungarische Europaschule ist eine Schule, die von der ersten Grundschulklasse an die deutsche Sprache anbietet. Ab der 5. Klasse wird dann sogar der Fachunterricht in deutscher Sprache erteilt. Dies ist auch der Grund dafür, warum die ungarischen Kinder, die in Rimbach zu Gast sind, immer ausgesprochen gut deutsch sprechen. Die Kommunikation der Austauschpartner ist daher von Anfang an sehr einfach. So ist dieses Austauschprogramm zu einem absoluten Erfolgsmodell an der MLS geworden und man konnte in diesem Schuljahr 15-jähriges Jubiläum feiern. Viele langandauernde Freundschaften sind mittlerweile zwischen Schülern und auch zwischen den beteiligten Lehrern entstanden.

Gastgeber war in diesem Jahr die Klasse 8a mit ihrer Lateinlehrerin Christa Kojek und der langjährigen Ungarnfahrerin Uschi Klos, die das Projekt schon in seinen Anfängen mitgestaltet hat. Das Kennenlernen ist mittlerweile durch WhatsApp und Facebook ungemein erleichtert worden. Die Lehrer hatten aufgrund von Steckbriefen, die alle Schüler geschrieben hatten, eine Zuteilung vorgenommen. Danach kam es gleich zu eifrigen Kontakten und so erkannten sich die meisten Kinder gleich bei der Ankunft am Bus.

Auch in diesem Jahr konnte wieder ein buntes Programm angeboten werden. Nach der Ankunft am Dienstagabend und dem Kennenlernen in den Familien war der erste Ausflug nach Mannheim geplant. Stadtbesichtigung, Luisenpark und Fernsehturm standen auf dem Programm. Am zweiten Tag war die offizielle Begrüßung mit Kuchen und Getränken durch die Schulleiterin Beate Wilhelm. Hier bekamen die ungarischen Gäste dann auch die neuen MLS-Postkarten und Kugelschreiber mit entsprechendem Emblem überreicht. Anschließend gab es dann noch ein gemeinsames Sport-Event: Völkerball in gemischten Mannschaften und auf Wunsch der Kinder dann auch gegeneinander, eine absolut faire Angelegenheit, die allen viel Spaß gemacht hat. Zum Mittag ging es dann gemeinsam zur Sommerrodelbahn auf die Kreidacher Höhe. Diese hatte extra für die Gruppe aufgemacht. Trotz des sehr durchwachsenen Wetters erwies sich dieser Programmpunkt als großer Spaß. Das Wochenende war dann dem Familienleben vorbehalten. Wie man hörte war bei den durchgeführten Programmen alles dabei, was die Region zu bieten hatte. Für den darauf folgenden Montag war ein Besuch im Technikmuseum Speyer mit aktueller 3D-Filmvorführung eingeplant. Am Abend war dann schon die Abschiedsparty in der Mensa. Man hätte gern noch einen weiteren Tag zur Verfügung gehabt, das war leider jedoch aus schulorganisatorischen Gründen bei den Ungarn nicht möglich. Der Dienstagvormittag konnte schließlich doch noch für Hospitationen der ungarischen Schüler in den Klassen 7 und 8 genutzt werden, bevor dann um die Mittagszeit der Bus zum Flughafen nach Frankfurt bestiegen wurde.

Gemeinsam mit den deutschen Lehrkräften waren auch die ungarischen Kollegen Abel Riesz und Marta Olasz der Meinung: „Das hat diesmal besonders gut geklappt.“

Schon jetzt freuen sich alle auf den Gegenbesuch im Juni in Budapest. (KLS)

Martin-Luther-Schule
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